Kassels Bürger werden mundtot gemacht

Kassel, 5. Juni 2018. Ein Kasseler Bürger erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro, nachdem er sich in einem persönlichen Brief an den Oberbürgermeister Geselle wandte, um die Aufklärung von Gerüchten über Korruption im Stadtbauamt zu erbitten. Dazu erklärt Michael Werl, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kasseler Rathaus:

“Getroffene Hunde bellen: Geselles Überreaktion offenbart einen schockierend herablassenden Umgang mit Kasseler Bürgern und ein mangelhaftes Demokratieverständnis. Mit der völlig überzogenen Strafanzeige gegen einen 77-jährigen Rentner lässt er die Muskeln spielen in der Hoffnung, dass dieser kein weiteres Wort über mögliche Korruptionsskandale im Kasseler Bauamt verliert. Der Rentner hat mit seiner einfachen Bitte um neutrale Aufklärung der Gerüchte vom Vertreter der Kasseler Bürger zu viel verlangt. Eine Aufklärung über mögliche Schmiergeldzahlungen durch Investoren mit Migrationshintergrund liegt im Interesse der Allgemeinheit. Dass der Sachverhalt nun an die Öffentlichkeit gelangt ist, wird Geselles Image als Oberbürgermeister nicht sonderlich zuträglich sein.

Ein weitaus konstruktiverer Ansatz wäre gewesen, sich den Hinweisen des Briefschreibers in einer ausführlicheren Untersuchung zu widmen. Nicht die Aussagen des Rentners diskreditieren den Stadtbaurat, sondern die möglichen Schmiergeldzahlungen, welche in einer halbherzigen Untersuchung wohl kaum aufgedeckt werden können. Der Umgang mit dem Hinweisgeber lässt jedoch den Eindruck entstehen, dass der Wille zur Aufklärung eher als gering einzuschätzen ist.”

Hier der dazugehörige Artikel:

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