AfD-Fraktion Kassel nicht für Absage der documenta 15

Kassel, 10. Juni 2022. Die AfD-Fraktion in Kassel unterstützt nicht die Forderung der Landtagsfraktion, die documenta fifteen abzusagen. Die documenta hat meist zu Kontroversen geführt, sei es das jeweilige Konzept, oder die dargebotenen Inhalte. Kontroversen bieten aber immer auch Chancen, die manchmal genutzt und oft leider vergeben werden. Die Freiheit der Kunst ist als Grundrecht im Grundgesetz deklariert und nicht verhandelbar, was nicht heißt bei einem Missbrauch der Kunst von Akteuren für demokratie- oder grundrechtsfeindliche Ziele wegzusehen.

Der Nahost-Konflikt ist sehr komplex, durch eskalierende Handlungen der Konfliktparteien und durch eine Kombination aus Verschweigen und Mythenverbreitung durch verschiedene Akteure weit von einem praktikablen Lösungsansatz entfernt. Das Unterstützen von radikalen Positionen innerhalb einer der Konfliktparteien sehen wir nicht als Politik im Interesse der Bürger Deutschlands an, die nur Nachteile haben, wenn Konflikte im Ausland auch in Deutschland zu Auseinandersetzungen, Kosten und Steuergeldausgaben führen. Will man sich bei einem solchen Konflikt betätigen, sollte darauf geachtet werden Organisationen und Initiativen zu unterstützen, die sich für Abbau des gegenseitigen Misstrauens und für Aussöhnung einsetzen. Das bedeutet nicht, Verantwortliche für Verbrechen unbehelligt zu lassen. Hierzu der Vorsitzende der AfD-Fraktion Kassel-Stadt, Sven R. Dreyer:

„Wir wünschen uns, dass das Künstlerkollektiv die Chancen erkennt und noch einen Weg findet auch Künstler einzubeziehen, die für eine solche Arbeit stehen. Vielleicht könnten die “Combatants for Peace“, eine gemeinsame Initiative zur praktischen Vertrauensbildung von ehemaligen israelischen Soldaten und ehemaligen palästinensischen Kämpfern, die auch Veranstaltungen an Universitäten und Schulen in Israel und den besetzten Gebieten durchführen, diesbezüglich Kontakte vermitteln.“

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