Kasseler Pädagogen: Inklusion funktioniert nicht

Kassel, 18. März 2019. Eine Kasseler Schulleiterin hat Alarm geschlagen: Schulen seien mit einem riesigen Paket an Herausforderungen konfrontiert, und Schüler erhielten nicht die Förderung, die sie benötigten. Dazu erklärt der Vorsitzende der AfD-Stadtverordnetenfraktion, Michael Werl:

„Die AfD weist schon lange auf die Probleme und Risiken von Inklusion hin. Es handelt sich um ein kopfloses, nicht zu Ende gedachtes Prestigeexperiment politischer Entscheidungsträger, dessen ungewisser Ausgang am Ende den Schülern zur Last fällt. Deutschland besitzt bereits ein weltweit einmaliges, sehr funktionsfähiges Förderschulwesen. Die über Jahrzehnte hinweg geleistete großartige förderschulpädagogische Arbeit wird mit der bedingungslosen Durchsetzung der Inklusion dramatisch abgewertet.

Um dieses Vorgehen zu begründen, wird missbräuchlich die UN-Konvention zitiert, die 2006 unterzeichnet wurde und aussagt, dass „Menschen mit Behinderungen, gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem inklusiven, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben“.

Dieser Passus wird gern von Inklusionsbefürwortern fehlinterpretiert, die Konvention verlange die Schließung von Förderschulen – was schlichtweg falsch ist. Zu den ohnehin sehr heterogenen Klassen mit schweren Leistungsunterschieden und Sprachdefiziten kommen nun auch Kinder, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben. Diese Situation ist weder den Kindern noch den Lehrern zumutbar. Nichts ist ungerechter, als die Gleichbehandlung Ungleicher. Wir müssen zurück zu einer Bildungspolitik, die in der Lage ist, Fehler zu erkennen und diese auch zu korrigieren.“

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