Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern sexueller Übergriffe?

Kassel, 16. März 2018. Einen schäbigen Mangel an Empathie gegenüber deutschen Opfern von Migrantengewalt in Kassel belegte die Antwort des Magistrats auf eine Fragestellung unseres stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Stadtverordneten Thomas Materner in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am Montag, den 12. März 2018. Dazu erklärt er:

„Die Mitglieder des Kasseler Magistrats stellen gern ihre Humanität in öffentlichen Reden dar. Bei den entsprechenden Anlässen wird sich stets für eine offene und bunte Stadtgesellschaft ausgesprochen. Aber wenn es die Folgen einer solchen Politik gebieten den deutschen Opfern von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen durch Migranten bzw. Asylsuchende im persönlichen Gespräch Anteil, Rat und Hilfe bei der Bewältigung des Erlebten anzubieten, sind diese Damen und Herren entweder zu feige oder zu gleichgültig den Kontakt zu den Betroffenen zu suchen. Die lange Ausführung von Frau Janz (Grüne) über diverse Hilfsangebote für Opfer sexueller Gewalt im Allgemeinen ergab letztendlich, dass es kein Magistratsmitglied für geboten hält, den Betroffenen der jüngsten „Einzelfälle“ in Kassel persönlich Hilfe und Anteilnahme anzubieten.

Aus den Reaktionen der Öffentlichkeit anlässlich des Verhaltens unserer Bundeskanzlerin, den Opfern des Anschlages am Berliner Breitscheidplatz erst ein Jahr später in einem persönlichen Treffen ihre Anteilnahme auszusprechen, haben die Kasseler Politiker der Altparteien anscheinend nichts gelernt. Eine derartige Untätigkeit wäre gegenüber Opfern mit Migrationshintergrund bei einem Übergriff durch deutsche “rechte” Täter nicht zu erwarten.“

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